Naitex

„nicht genug wut“ war so ziemlich die nervigste ansage die ich beim leveln zu hören bekommen habe! aber auch hier zurück zum anfang, wie kommt es nun doch zu einem tank? die frage ist recht leicht zu beantworten, naitex ist in einer stunde der langeweile geboren, in einer zeit in der die raid id’s schnell verbraucht waren und der tag langweilig war. also bankchar gelöscht und einen mensch krieger erstellt, ja richtig mensch krieger. nach etlichen 80ern die ich nun auf horde seite bereits hatte wollte ich einmal wow von der anderen seite aus sehen, mich reizten die stargebiete und die questreihen. also kurz mit leonryan gesprochen, der einen level 2 bank char auf allianz seite hatte und der dem gedanken mal was anderes zu sehen nicht abgeneigt war und schon war naitex im wald von elwyn unterwegs. es ist wirklich seltsam, man spielt jahrelang wow und wenn man dann mit level 1 in einer fremden hauptstadt steht  [und ausnahmsweise mal nicht von wachen und anderen pvp geflaggten spielern verfolgt wird] und kommt sich in dem ganzen gewühl vor wie in einem anderen spiel. anfangs habe ich noch mit nayri zusammen gelevelt, aber dann ist leonryan durch ständige horde raids nicht mehr dazu gekommen zu leveln und ich bin etwas davongezogen. da ich einen tank wollte habe ich auch meine skillung nur aufs tanken ausgelegt und bin von 15-80 fast nur in instanzen gewesen [laut armory statistik habe ich 192 instanzen auf dem weg zur 80 besucht], als tank ist man ja instant mit dem dungeonfinder in einer. in classic und bc (glaub ich war nur 2 tage in bc) habe ich weniger gequested und bin erst zum questen in nordend gekommen, hier sind schon recht viele quests unterschiedlich, zum teil auch witziger. schnell auf level 80 folgten auch die ersten raids, pdk und icc. mit der zeit wurde es aber auch recht langweilig so allein auf allianzseite, einer gilde anschliessen wollte ich mich nicht, denn dies hätte bedeutet mehr zeit auf allianz seite zu verbringen und weniger mit den leuten mit denen ich schon jahrelang spiele. also habe ich den char auf horde seite transferiert und ihn zum tauren gemacht.

naitex nach fraktionswechsel auf schwarzem kriegstiger

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Ich bin der Krieger

Wenn ihr mich seht, bin ich wahrscheinlich nicht gekleidet wie es üblich ist. Ich bin eingeschlossen in kalten Stahl. Er wird schmutzig sein, blutig und zerbeult. Ich habe keine schnelle Zunge und führe keine gewandten Gespräche. Ich weiß nichts von den Manieren an des Königs Hof, oder über das Benehmen auf einem feierlichen Ball.

Ich bin bekannt unter vielen Namen: Panzer. Lebender Schild. Kämpfer. Rowdy. Leiche.

Ich habe weder die Fähigkeit, noch die Neigung, mich zu verstecken. Ich kann nicht aus der Verborgenheit vernichtende Schläge anbringen und wieder in die Dunkelheit verschwinden. Ich kann keinen Feind aus zwanzig Schritt Entfernung verbrennen. Ich kann nicht den Tod aus der Ferne bringen, sicher vor den Gegenangriffen meines Feindes. Um zu töten, muss ich mich dem Feind nähern. Ich sehe seine Augen, ich rieche seinen Atem. Ich schmecke seine Angst. Und er die meine.

Ich kann nicht der Natur meinen Willen aufzwingen. Ich kann nicht das Jenseits anzapfen und es zwingen meinem Befehl zu gehorchen. Ich kann nicht die arkane Kunst studieren und sie unter meine Kontrolle bringen. Ich habe über nichts anderes Gewalt außer über meinen Geist, meinen Körper und meinen Willen. Durch diese, und nur durch sie allein, stehe oder falle ich.

Mich begleiten keine Freunde auf meinen Reisen. Keine Leerwandler, beschworen aus dem Jenseits als Diener und Beschützer. Keine treuen Biester aus den Ebenen oder Wäldern, die mich beschützen und meinen Schmerz lindern. Mein einziger Begleiter ist meine Waffe. Ich pflege sie besser als jeder Jäger sein Tier pflegt. Ich beherrsche sie besser als jeder Hexer seinen Dämon beherrscht. Ohne mich ist sie nutzlos. Ohne sie bin ich nichts.

Ich kann nicht heilen, und ich kann keinen göttlichen Schutz in Anspruch nehmen. Ich kann nicht zu den Göttern beten und mein Gebet erhört wissen. In der Hitze der Schlacht rufe ich die Geister meiner Ahnen an, und sie schweigen. Meine einzige Fähigkeit zum Schutz ist mich selbst, mein Blut, meine Knochen und meine Sehnen als Opfergabe darzubieten. Die Angriffe unserer Feinde auf mich zu lenken. Die Schläge einzustecken, die ein niederes Geschöpf töten würden, und weiter zu kämpfen.

Ich kann nicht mit dem Geschick und der Grazie eines Schurken töten, der Abruptheit und Plötzlichkeit eines Jägers, oder dem Schmuck und der Macht eines Magiers. Wenn ich töte, ist es ein langsames Geschäft. Langsam und blutig für alle Beteiligten, mich eingeschlossen. Ich kämpfe weiter, geschlagen und ramponiert, auf dass meinen Mitstreiter die Ehre des Sieges zuteil wird. Wenn ich sterbe und sie doch leben, ist es ein lohnendes Opfer.

Es gibt mich in allen Rassen, allen Größen. Ich kämpfe unter Tausend Bannern, auf Millionen Schlachtfeldern. Ich werde missachtet von den Hochgeborenen, beleidigt vom Adel, belehrt von den Priestern und vergessen von den einfachen Bürgern. Bis die Zeit kommt wenn die Fanfaren der Schlacht erneut ertönen und jene, die sie zerstören mögen sich zeigen. Dann erschallt wieder der Ruf… „Wo nur, wo ist der Krieger?“

Betet zu euren Göttern, dass ich diesem Ruf weiter folgen möge.

Wenige folgen dem Ruf. Die wenigsten überleben. Es ist ein langer und steiniger Weg, der Weg des Kriegers. Auf ihm liegt der Schmerz, die Angst und der Tod. Karger Lohn und wenig Dankbarkeit. Am Ende bleibt für die meisten nur ein anonymes Grab auf irgendeinem windumwehten Schlachtfeld. Wenn sie Glück haben.

Und doch kämpfe ich weiter. Ich weiß nicht einmal wofür. Vielleicht für den Ruhm, vielleicht für Ehre, vielleicht für mein Land, oder für meine Familie. Vielleicht ist es das Einzige, was ich wirklich kann. Doch ich werde kämpfen. Ob ihr es nun zu schätzen wisst oder nicht. Ob ihr es überhaupt merkt oder nicht. Ich werde da sein, in der Schlachtreihe. Kämpfend. Tötend. Sterbend.

Ich bin der Krieger.

Der Tod ist mein geschäft.

Sei es der eure… oder der meine.

quelle

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